swissherdbook ost
Fachreisen
Greyerzerland
Dienstag 2. & Mittwoch 3. Juni 2026
Rund 50 Mitglieder und Interessierte von swissherdbook ost nahmen Anfang Juni an der diesjährigen Züchterreise in die Westschweiz teil. Der Verein organisiert jedes Jahr eine mehrtägige Reise im Inland oder ins nahe Ausland, um Milchviehbetriebe kennenzulernen und den fachlichen Austausch unter den Züchtern zu fördern.
Der erste Reisetag begann mit einer Schifffahrt auf dem Murtensee. Am Nachmittag stand die Besichtigung des renommierten Betriebs der Gebrüder Schrago in Middes auf dem Programm. Die bekannte Red-Holstein-Zuchtstätte ist Heimat der legendären Kuh *Jordan Irene EX-97*, die mit ihren Erfolgen auf nationaler und internationaler Ebene Zuchtgeschichte geschrieben hat. Auch heute noch prägt die Irene-Kuhfamilie die erfolgreiche Herde der Familie Schrago. Die Betriebsleiter gewährten interessante Einblicke in ihre Zuchtarbeit und beantworteten zahlreiche Fragen der Besucher.
Den Abend verbrachte die Reisegruppe im historischen Städtchen Gruyères. Am zweiten Tag standen zunächst ein Besuch der Schaukäserei Gruyère sowie des Schokoladenmuseums Cailler in Broc auf dem Programm.
Am Nachmittag folgte mit dem Besuch des Betriebs von Patricia und Daniel Menoud in Rueyres-Treyfayes, ein weiterer Höhepunkt der Reise. Der moderne Neubau beeindruckte durch seine Dimensionen und die eingesetzte Technik. Auf dem Betrieb werden heute über 400 Milchkühe gehalten. Gemolken wird mit dem grössten in der Schweiz installierten DeLaval-Melkkarussell mit 50 Melkplätzen. Die Familie Menoud stellte ihr Betriebskonzept vor und beantwortete offen die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden. Für manche überraschend war die Information, dass auf dem Betrieb nicht ausschliesslich gesextes Sperma von Holstein- und Red-Holstein-Stieren eingesetzt wird. Stattdessen wird überwiegend konventionelles Sperma verwendet, wodurch neben weiblichen Nachzuchttieren auch Tränkerkälber anfallen.
Die Züchterreise bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in zwei innovative und dennoch ganz unterschiedlich ausgerichtete Milchviehbetriebe. Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Fachgesprächen und schönen Erinnerungen im Gepäck traten die Reiseteilnehmenden die Heimreise in die Ostschweiz an.















